Kommunikationsfähig bleiben,wenn Netze ausfallen.
Auch wenn Mobilfunk, Internet oder die eigene IT ausfallen, müssen Krisenstäbe, Mitarbeitende und Verantwortliche erreichbar bleiben. Wir planen und liefern die Kommunikationsebenen, die dafür fehlen.
Blackout, Cyberangriff, zerstörte Infrastruktur: Jedes Szenario trifft andere Kommunikationswege. Ein einzelnes System kann das nicht beantworten. Vier aufeinander abgestimmte Kommunikationswege reduzieren gemeinsame Ausfallrisiken. Entscheidend sind ihre tatsächliche Unabhängigkeit, die Stromversorgung und regelmäßig getestete Abläufe.
PACE-Prinzip · vier gestaffelte Ebenen
- PPrimärkanalPrimaryGlasfaser, Festnetz, VoIP, Mobilfunk Hohe Kapazität
- AAusweichkanalAlternateanderes Mobilfunknetz, Satellit Separater Weg
- CNotfallkanalContingencyBetriebsfunk, BOS-Digitalfunk, 450 MHz Reduzierte Abhängigkeit
- EKrisenkanalEmergencyKurzwelle, HF-Datenfunk Keine fremde Infrastruktur
Welche Technik eine Ebene besetzt, legt jede Organisation selbst fest.
Warum ein einzelner Kanal im Ernstfall nicht genügt
Jedes Ausfallszenario trifft andere Kommunikationswege. Redundanz entsteht nicht durch mehr vom Gleichen, sondern durch technologische Vielfalt. Vier Lagen, die es so gegeben hat. Prüfen Sie bei jeder: Wie würden Sie in dieser Situation melden und koordinieren?
Nach dem Erdbeben an der US-Ostküste am 23. August 2011 waren die Mobilfunknetze zeitweise überlastet. Großflächig beschädigt waren sie dafür nicht, es telefonierten zu viele Menschen gleichzeitig. Für dieses Szenario braucht es keine Katastrophe. Ein Großereignis im eigenen Umfeld genügt.
Wie erreichen Sie Ihre Leute, wenn im Umkreis zehntausend Menschen gleichzeitig telefonieren?
Im Juli 2021 zerstörte die Flut im Ahrtal Stromversorgung, Telekommunikationsleitungen und Mobilfunkstandorte. Mehrere Kommunikationswege fielen durch dieselbe Ursache aus. Wege, die sich nur in der Technik unterscheiden, aber an derselben Stromversorgung oder am selben Standort hängen, sind im Ernstfall keine echte Redundanz.
Wie setzen Sie nach 48 Stunden ohne Strom eine Meldung an die Aufsicht ab?
Am 24. Februar 2022 beeinträchtigte ein Cyberangriff auf das KA-SAT-Netz Satellitenverbindungen in der Ukraine und mehreren europäischen Ländern. Zahlreiche Satellitenmodems wurden unbrauchbar. Getroffen war damit ein Weg, der oft als unabhängige Ersatzverbindung eingeplant wird.
Welcher Weg bleibt Ihnen, wenn auch die Ersatzverbindung ausfällt?
Am 23. Juni 2026 verhinderte bei Wartungsarbeiten ein Softwarefehler, dass auf das funktionsfähige redundante GSM-R-System der Deutschen Bahn umgeschaltet wurde. Der Zugverkehr wurde bundesweit vorübergehend eingestellt. Die Redundanz war vorhanden, sie griff nur nicht.
Wann haben Sie zuletzt geprüft, ob die Umschaltung auf Ihren Ausweichweg tatsächlich funktioniert?
Jedes dieser Szenarien trifft andere Übertragungswege. Unterschiedliche Übertragungswege verringern das Risiko gemeinsamer Ausfälle, wenn auch Stromversorgung, Standorte und Abläufe ausreichend unabhängig sind. Quellen und Einordnung der vier Fälle: Belege auf der Konzeptseite.
Vier Ebenen, vier Antworten auf unterschiedliche Ausfälle
Die Staffelung folgt dem PACE-Konzept, einem Planungsmodell aus dem militärischen und behördlichen Umfeld. Die Ebenen sind Rollen, keine Produktkategorien: Welche Ebene ein System bedient, entscheidet sein Übertragungsweg.
In vielen Notfallplänen endet die letzte Rückfallebene beim Boten, also bei einer Person, die eine Nachricht überbringt. Für eine Meldung, die in 24 Stunden mehrere hundert Kilometer weit muss, ist das keine Antwort.

Stromausfall im Krankenhaus
Ein Krankenhaus mit Notaufnahme, ein Stromausfall im Stadtteil. Im Haus läuft der Betrieb dank Notstrom weiter. Die Frage ist, was nach draußen noch durchkommt. Das Szenario ist vereinfacht und zeigt das Prinzip, keine Standardlösung.
- Stunde 0
Der Strom fällt aus
Das Notstromaggregat übernimmt OP-Säle, Intensivstation und Notbeleuchtung. Telefonanlage und IT laufen im Haus weiter.
- Stunde 2
Draußen wird es still
Mobilfunkstandorte im Umkreis können nach und nach ausfallen, sobald ihre Notstromreserven erschöpft sind. Mitarbeitende, die zu Hause im Ausfallgebiet sind, sind kaum noch erreichbar. Wer kommt zum Schichtwechsel?
- Stunde 6
Die Leitstelle fragt nach
Nimmt die Notaufnahme noch auf? Wie viele Intensivbetten sind frei? Der Bettennachweis für den Rettungsdienst läuft in vielen Ländern über eine Internetplattform.
- Stunde 24
Nachschub und Verlegung
Diesel für das Aggregat muss nachbestellt, die Verlegung von Intensivpatienten mit Leitstelle und Zielklinik abgestimmt werden. Dafür braucht es eine Verbindung nach außen.
Über welchen Weg meldet Ihr Krankenhaus in Stunde 6, ob die Notaufnahme noch aufnimmt?
So sieht eine gestaffelte Antwort aus
- PPrimärkanal: Telefonanlage, E-Mail, Bettennachweis. Trägt, solange Telefonanbieter, Internet und eigene IT laufen.
- AAusweichkanal: ein separater Zugang über ein anderes Mobilfunknetz oder Satellit, getrennt vom Kliniknetz. Hilft bei IT-Störungen, solange das fremde Netz trägt.
- CNotfallkanal: Funkgeräte im Haus, je nach Ausstattung BOS-Digitalfunk zur Leitstelle oder das 450-MHz-Netz. Trägt, solange das jeweilige Netz mit Notstrom läuft.
- EKrisenkanal: Kurzwellen-Datenfunk mit eigener Energieversorgung. Eine kompakte Lagemeldung erreicht eine vorab vereinbarte Gegenstelle, etwa den Krisenstab oder den Träger.
Kein ausgedachter Fall. Beim Stromausfall in Berlin im Januar 2026 waren sechs Krankenhäuser betroffen, drei davon Notfallkrankenhäuser. Der Senat erreichte sie nach eigener Angabe per Festnetz und nennt als Rückfallebene Verbindungspersonen und BOS-Funk. Eine zentrale Erhebung der autarken Kommunikationsmittel findet laut Senat bislang nicht statt. Quelle: Abgeordnetenhaus Berlin, Schriftliche Anfrage 19/24769

„Resilienz bedeutet immer mehrere voneinander unabhängige Ebenen. Die Kurzwelle ersetzt keine davon, sie ist die Ebene, die keine fremde Infrastruktur braucht.“
Für wen wir planen
Die Ebenen sind dieselben. Die Frage, an der eine Organisation hängen bleibt, ist je Bereich eine andere.
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KRITIS-Betreiber · Energie, Wasser, Gesundheit, Transport, IT/TK
Wie erfüllen Sie Ihre Meldepflicht, wenn der Vorfall Ihre eigene Kommunikation trifft?
Wer meldepflichtig ist, braucht einen Meldeweg außerhalb der betroffenen Infrastruktur.
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Behörden, Kommunen & Katastrophenschutz
Wie erreicht der Krisenstab die Ortsteile, wenn Mobilfunk und Verwaltungsnetz ausfallen?
Lageabhängig führen heißt: Informationen müssen auch ohne Regelnetz fließen.
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Hilfsorganisationen & NGOs
Wie koordinieren Sie einen Einsatz dort, wo es keine Netze mehr gibt?
Vom Inlandseinsatz bis zur internationalen Katastrophenhilfe.
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Industrie & Unternehmen
Wie stimmen sich zwei Standorte ab, wenn die Telefonanlage Teil des Problems ist?
Flächenbetriebe, Logistik, Veranstalter: Bedarf, der über den klassischen Betriebsfunk hinausgeht.
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Wie bleiben Bundeswehr, Behörden und Hilfsorganisationen in einer Lage verbunden?
Zivil-militärische Zusammenarbeit braucht gemeinsame Rückfallwege an der Schnittstelle.
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Wie meldet sich eine Vertretung, wenn das Gastland die Netze abschaltet?
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Eigene Entwicklung, eigenes Lager, eigener Service
Hinter KRITIS-KOM steht die WiMo Antennen und Elektronik GmbH aus Herxheim in der Südpfalz, inhabergeführt und seit 1982 am Markt. Die eingesetzten Technologien laufen seit Jahrzehnten im professionellen Einsatz: bei Behörden, in der Katastrophenhilfe und in diplomatischen Vertretungen.
Wer Technik für die Krise beschafft, sollte wissen, wo sie entsteht und wer sie repariert. Beim PACTOR-Modem PXdragon liegen Entwicklung und Fertigung in Deutschland.
Jede Ebene hat Grenzen, und wir benennen sie. Wenn für Ihre Situation eine kleinere Antwort genügt, sagen wir das.
Über KRITIS-KOMKeine Ebene ist besser als die andere. Jede beantwortet ein anderes Szenario, die richtige Frage lautet deshalb nicht „welches Produkt?“, sondern: Welche Ebenen fehlen Ihnen noch?
Welche Ebenen fehlen Ihnen?
Branche, Standorte, vorhandene Systeme: 30 Minuten reichen für eine erste Einordnung. Das Ergebnis kann auch sein, dass eine kleinere Lösung genügt.